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Herkunft und Geschichtliches |
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Die Vorfahren des Labradors stammten ebenso wie der Neufundländer und der Landseer von der kanadischen Ostküste, wenn auch nicht von der Labrador-Halbinsel, sondern vom Festland aus der Gegend Neufundlands. Angenommen wird, dass der sogenannte "St. John's Hund", ein schwarzer Wasserhund mit dichtem Fell, zu den direkten Vorfahren des Labrador Retrievers gehört. Über die ursprüngliche Herkunft dieser Hunde besteht weniger Klarheit, dazu gibt es verschiedene historische Versionen. |
Avon, vermuteter Ahnherr aller heutigen Labradore (1885)
Ben of Hyde, erster anerkannter gelber Labrador (1889) |
Rassestandard |
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Nach dem geltenden Rassestandard ist ein Labrador-Rüde 56 bis 57 cm groß (Widerristhöhe), eine Hündin 54 bis 56 cm groß. Kleine Abweichungen in der Größe werden toleriert. Labrador Retriever gibt es in den Fellfarben einfarbig schwarz, gelb oder schokoladenbraun; gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot; die Fellfarben gelb und braun sind bei der Fellvererbung rezessiv gegenüber schwarz. |
IT SH CH Dolphingham DeeDeeTee |
Das Wesen |
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Labrador Retriever sind sehr gutmütige und freundliche Hunde. Jegliche Art von Schärfe, Aggressivität oder Scheu gegenüber Menschen sind dem rassetypischen Labrador fern. Der Labrador Retriever verhält sich sowohl seiner Umwelt als auch Menschen gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er fühlt sich in der Gegenwart von Menschen wohl und zeigt auch keine Scheu, Angst oder Unsicherheit, wenn diese ihm zu nahe kommen. Der Labrador Retriever ist ein sehr geduldiger und ausgeglichener Hund. Dies rührt wahrscheinlich von seiner langjährigen jagdlichen Nutzung her. Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Herrchen oder Frauchen zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren. Trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever viel geistige und körperliche Beschäftigung. Ein Labrador Retriever bringt einen ausgeprägten will to please mit. Das heißt, er hat das starke Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen. Dies macht den Labrador Retriever zu einem Hund, der auch bei Anfängern sehr beliebt ist. |
Hitchcook´s Rebecca of Hanging Rock |
Seine Verwendung |
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Als Ergebnis langjähriger Selektion auf jagdlich nutzbare Eigenschaften ist der Labrador ein Hund mit einer vorzüglichen Nase und mit einem weichen Maul, womit er gefundenes Wild oder andere Gegenstände unbeschädigt seinem Herrn zuträgt. Er ist sehr lernfähig und aufmerksam, beobachtet seinen Herrn dauernd und freut sich über jedes Lob. Diese Lernfähigkeit und Arbeitsfreude sollte man nicht nur bei der Ausbildung zum Jagd- oder sonstigen Arbeitshund nutzen, sondern auch beim reinen Familienhund. Unterforderte, in ihren Arbeitsanlagen nicht geförderte Hunde neigen dazu, unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln. Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten Eigenschaften im Einsatz als vielseitigen Jagdhund, Blindenhund, Therapiehund, Drogenspürhund, Rettungshund oder Sportkameraden bei z.b. Dummyarbeit. Aufgrund seines Wesens ist der Labrador als Wachhund oder Schutzhund ungeeignet und dies als Rassestandard auch nicht erwünscht. Darüber hinaus ist er ein geduldiger, nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund, dem das enge Zusammenleben mit seinen Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen Klima im Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann. |
Special Edition of Hanging Rock |
Dummytraining |
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Beim Dummytraining werden Hunde im Gelände zum waidgerechten Apportieren ausgebildet, wobei statt der angeschossenen oder toten Jagdbeute eine Attrappe (Dummy) verwendet wird. |
New Promise of Hanging Rock |
Die Gesundheit |
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Über das Thema Erkrankungen beim Labrador wollen wir nicht belehren, sondern lediglich auf die 3 meistgefragten Themengebiete bei den Erbkrankheiten eingehen und eine Kurzinformation zur Verfügung stellen. Grundsätzlich ist der Labrador ein robuster, gesunder Hund. |
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| Hüftgelenksdysplasie (HD) | |
Kaum eine Krankheit ist unter Labradorfreunden so im Gespräch wie
die HD. Es handelt sich dabei um eine krankhafte Veränderung des
Hüftgelenks. Das Hüftgelenk setzt sich aus der Gelenkpfanne
des Beckens und dem Kopf des Oberschenkelknochens (Femurkopf) zusammen.
Er ist im Falle einer HD missgebildet, wodurch die Funktion des Hüftgelenks
stark beeinträchtigt wird. Es kann zu einem schwankenden Gang, Bewegungsunlust,
Schwierigkeiten beim Aufstehen und letztlich zu starker Lahmheit kommen.
Die Verformung des Femurkopfes ist vermutlich eine Erbkrankheit, die die
Züchter trotz großer Anstrengungen bisher nicht in den Griff
bekommen konnten. Die Diagnose HD kann erst im Alter von 1 Jahr durch
eine Röntgenuntersuchung sichergestellt werden. Je nach Schweregrad
wird die HD in 5 Stufen eingeteilt. |
Quelle: Wikipedia: Kalumet |
| ED/OCD Osteochondrosis dissecans | |
Osteochondrosis dissecans bezeichnet das Absterben (Nekrose) des Gelenkknorpels.
Der Teil des Knochens, der zum Gelenk gehört, wird von einer Knorpelschicht,
dem so genannten Gelenkknorpel überzogen. Dieser wird nur bei Jungtieren
im Wachstum durch eigene Blutgefäße versorgt. Beim ausgewachsenen
Hund wandern die benötigten Nährstoffe vom anliegenden Knochengewebe
in den Knorpel ein. Wird die Durchblutung gestört oder löst
sich der Knorpel vom Knochen, kommt es zu einer Mangelernährung und
damit zu einem Absterben des Knorpels. Eine solche Schädigung kann
im Schulter, Ellenbogen, Hüft oder Sprunggelenk auftreten. Die dadurch
verursachte Lahmheit tritt meist bei Jungtieren unter 1 Jahr auf. Es wird
vermutet, dass diese Erkrankung erblich ist. Die weiteren Einflußfaktoren
sind sehr unterschiedlich: Starkes Wachstum bei wohlgenährten Junghunden
verbunden mit mechanischer Belastung bei heftigen Bewegungen sowie eine
fehlerhafte Ernährung des Tieres (Mineralstoff- und Vitamin-D-Mangel)
können dabei ebenso eine Rolle spielen wie bestimmte körperliche
Merkmale. So erkranken beispielsweise großwüchsige Rassen mit
breitem Brustkorb häufiger. Es wird vermutet, dass das Knochenwachstum
mit der Gewichtszunahme nicht Schritt halten kann, die mechanische Belastung
der Gelenke zu groß wird und dadurch die versorgenden Blutgefäße
zerstört werden. Im Falle eines abgelösten Knorpels können
die Nährstoffe nicht mehr vom Knochen in den Knorpel übergehen.
In beiden Fällen führt das Absterben des Gelenkknorpels zu schweren
Funktionsstörungen des Gelenks. Die Behandlung erfolgt medikamentös,
in schweren Fällen muss operiert werden. Gradeinteilung bei ED Grad 0: keinerlei Anzeichen Grad 1: vermutete oder geringfügige Anzeichen Grad 2: feststellbare Anzeichen, meist auch mit klinischem Befund Grad 3: manifestiert, deutlich feststellbar |
Ellenbogen Quelle: unbekannt |
| PRA (Progressive Retinaatrophie) | |
Die zentrale, progressive Retinaatrophie, so der medizinische Ausdruck,
ist eine erbliche Erkrankung, die beim Labrador häufig zu beobachten
ist. Sie führt zu einer langsam fortschreitenden Zerstörung
der Netzhaut und schließlich zum Erblinden des Hundes. Der Labrador
mit dieser Krankheit sehen anfangs in der Dämmerung deutlich besser
als im Hellen. Teilweise kann es lange dauern, bis die Erkrankung auffällig
wird. Die Retinaatrophie ist von großer Bedeutung bei der Zucht.
Da die Erkrankung möglicherweise erst festgestellt wird, wenn ein
Labrador schon mehrfach zur Zucht eingesetzt wurde, sollte der Züchter
beim jungen Hund, mit dem er züchten möchte, eine spezielle
Untersuchung (Elektroretinogramm) vornehmen lassen. clear getestet bedeutet, das der Hund nach heutiger Sicht weder das PRA- Gen trägt, es also auch nicht vererben wird, noch an dieser Erkrankung erblinden wird. carrier bedeutet, dieser Hund trägt zwar die genetische Eigenschaft in sich, wird aber serlbst nie erblinden und bringt bei geschickter Verpaarung (nämlich mit A-getesteten Hunden) einen hohen Prozentsatz an A, also “gänzlich freien und einen gewissen Prozentsatz B, also Hunde die niemals erkranken werden. affected bedeutet, der Hund “trägt" dieses besondere Gen in sich und wird zu einem gewissen Wahrscheinlichkeitsprozentsatz später erblinden. Mit B verpaart oder mit ungetesteten Hunden steigt das Risiko einer Vermehrung der PRA Trägerschaft und es wird immer ein gewisser Prozentsatz erkranken. |
Querschnitt Hundeauge Quelle: unbekannt |
Quelle: wikipedia.de - dolphingham.com |
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